Tischdecke Größe berechnen: welche Tischdecke für welchen Tisch?
Die Größe entscheidet, ob eine Tischdecke wirkt oder im Weg liegt. Sie ergibt sich aus zwei Zahlen: dem Maß Ihrer Tischplatte und dem Überhang, den Sie je Seite wollen. Hier stehen die Tabellen für eckige und runde Tische, dazu die Rechnung für ovale.
Das Wichtigste in Kürze
- Deckenmaß = Tischmaß + zweimal Überhang. Der Überhang zählt für jede Seite einzeln.
- Alltag: 20 cm Überhang je Seite. Festtafel: 25 bis 30 cm.
- Runde Tische: Tischdurchmesser + zweimal Überhang, also Ø 110 cm + 2 × 25 cm = Ø 160 cm.
- Im Zweifel die nächstgrößere Standardgröße nehmen – zu viel Überhang stört weniger als eine Kante, die knapp über der Platte endet.
- Wer ein Maß braucht, das es nicht fertig gibt, kauft abwaschbare Ware als Meterware und schneidet zu.
Die Formel: Tischmaß plus zweimal Überhang
Messen Sie zuerst die Tischplatte, nicht das Gestell – Breite und Länge an der weitesten Stelle. Rechnen Sie dann den gewünschten Überhang hinzu, und zwar zweimal: einmal für links, einmal für rechts.
Ein Tisch von 90 × 160 cm ergibt bei 25 cm Überhang je Seite also eine Decke von 140 × 210 cm. Die Rechnung lautet 90 + 25 + 25 = 140 und 160 + 25 + 25 = 210.
Diese Zahl ist der Sollwert, nicht die Bestellgröße. Der Handel führt überwiegend Standardmaße – am häufigsten 140 × 240 cm, dahinter 140 × 180 cm und 140 × 200 cm –, und dazwischen liegt selten etwas. Aus 140 × 210 cm wird beim Kauf deshalb meist 140 × 240 cm: an den Längsseiten weiterhin 25 cm Überhang, an den Schmalseiten 40 cm. Das fällt schön und stört nur, wenn dort jemand sitzt.
Wie viel Überhang sollte eine Tischdecke haben?
Der Überhang ist der Teil, der über die Tischkante fällt. Er entscheidet über die Wirkung und über den Sitzkomfort – und beides zieht in verschiedene Richtungen.
- 15 cm und weniger: Die Decke wirkt knapp und rutscht leichter, weil zu wenig Stoff über die Kante zieht.
- 20 cm: Das Alltagsmaß. Die Decke fällt sichtbar, liegt aber niemandem auf dem Schoß.
- 25 bis 30 cm: Das Maß für die gedeckte Tafel. Klassisch für Anlässe, an denen der Tisch länger steht.
- Über 30 cm: Nur für Tische ohne Stühle sinnvoll – Buffet, Stehtisch, Sideboard.
Eine Gegenprobe kostet nichts: Messen Sie den Abstand zwischen Tischplatte und Stuhlsitz. Der Überhang sollte spätestens dort enden, sonst sitzen Ihre Gäste auf der Decke.
Eckige Tische: Tischmaß und passendes Deckenmaß
Die Tabelle rechnet die gängigen Esstischmaße durch. Alle Werte sind Breite × Länge in cm.
| Tischplatte | 20 cm Überhang | 25 cm Überhang | 30 cm Überhang |
|---|---|---|---|
| 70 × 100 cm | 110 × 140 cm | 120 × 150 cm | 130 × 160 cm |
| 80 × 120 cm | 120 × 160 cm | 130 × 170 cm | 140 × 180 cm |
| 90 × 140 cm | 130 × 180 cm | 140 × 190 cm | 150 × 200 cm |
| 90 × 160 cm | 130 × 200 cm | 140 × 210 cm | 150 × 220 cm |
| 100 × 180 cm | 140 × 220 cm | 150 × 230 cm | 160 × 240 cm |
| 100 × 200 cm | 140 × 240 cm | 150 × 250 cm | 160 × 260 cm |
| 100 × 220 cm | 140 × 260 cm | 150 × 270 cm | 160 × 280 cm |
Die Zeile 100 × 200 cm erklärt, warum 140 × 240 cm die häufigste Tischdeckengröße im Handel ist: Sie passt auf den verbreitetsten deutschen Esstisch mit 20 cm Überhang je Seite. Für einen Tisch mit 90 cm Breite bleibt die Decke dieselbe, der Überhang wird nur breiter.
Ausziehbare Tische
Messen Sie im ausgezogenen Zustand, wenn der Tisch meistens so steht, sonst im geschlossenen. Für beides eine Decke zu finden, geht selten auf: Der Unterschied beträgt oft 40 bis 50 cm, und das ist mehr als der gesamte Überhang. Praktikabler sind zwei Decken – eine für den Alltag, eine für die volle Tafel.
Runde Tische: welche Größe passt?
Bei runden Tischen gilt dieselbe Rechnung, nur mit dem Durchmesser: Tischdurchmesser + zweimal Überhang = Deckendurchmesser.
| Tischplatte | 20 cm Überhang | 25 cm Überhang | 30 cm Überhang |
|---|---|---|---|
| Ø 90 cm | Ø 130 cm | Ø 140 cm | Ø 150 cm |
| Ø 100 cm | Ø 140 cm | Ø 150 cm | Ø 160 cm |
| Ø 110 cm | Ø 150 cm | Ø 160 cm | Ø 170 cm |
| Ø 120 cm | Ø 160 cm | Ø 170 cm | Ø 180 cm |
| Ø 130 cm | Ø 170 cm | Ø 180 cm | Ø 190 cm |
Runde Decken sind im Angebot deutlich seltener als eckige, und die verfügbaren Maße folgen keinem festen Raster: Am häufigsten ist Ø 120 cm, mit Abstand folgen Ø 140 cm und Ø 160 cm. Ø 150 cm gibt es vereinzelt, Ø 180 cm nur bei wenigen Anbietern. Ein Tisch mit Ø 110 cm landet damit meist auf Ø 140 cm, ein Tisch mit Ø 120 cm auf Ø 160 cm – wer mehr Überhang will, muss gezielt nach Ø 180 cm suchen. Noch größere Durchmesser gibt es, sie sind aber die Ausnahme: Die größte runde Decke in unserem Vergleich misst Ø 200 cm und passt damit auf einen Tisch mit Ø 150 cm.
Eine eckige Decke auf dem runden Tisch ist übrigens kein Notbehelf, sondern eine eigene Optik: Die vier Zipfel fallen tiefer als der Rest und wirken locker statt förmlich. Für eine gedeckte Tafel bleibt die runde Decke die ruhigere Wahl.
Ovale Tische
Ovale Tische sind der schwierigste Fall, weil sich ihre Rundung stärker unterscheidet als die Form eckiger Platten. Zwei Tische mit identischen Außenmaßen können an den Enden unterschiedlich weit auslaufen – eine Decke, die auf dem einen sitzt, hängt auf dem anderen schief.
Messen Sie Länge und Breite jeweils an der weitesten Stelle und rechnen Sie den Überhang wie bei einem eckigen Tisch hinzu. Planen Sie zusätzlich ein, dass der Überhang an den Rundungen ungleichmäßig ausfällt. In den ausgewerteten Rezensionen zu einem der beiden ovalen Einträge im Vergleich führt genau das vereinzelt zur Rückgabe oder zum Nachschneiden; beim zweiten ovalen Modell bestätigt eine Rezension dagegen einen passgenauen Sitz.
Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt eine eckige Decke in der passenden Länge: Sie liegt auf jedem ovalen Tisch, nur eben mit Zipfeln.
Sondermaße: Meterware und Zuschnitt
Für Tische, die kein Standardmaß treffen, gibt es abwaschbare Ware nach Laufmeter. Wachstuch und Tischfolie werden von der Rolle geschnitten und brauchen keinen Saum – die Schnittkante franst nicht aus. Damit sind Sondermaße ohne Näharbeit möglich, und der Preis bleibt im Rahmen.
Drei Punkte sind dabei wichtig:
- Die Rollenbreite ist gesetzt. Übliche Breiten liegen bei 100, 130 oder 140 cm; nur die Länge ist frei wählbar. Ist Ihr Tisch breiter als die Rolle, hilft Meterware nicht weiter.
- Zugabe einplanen. Schneiden Sie 1 bis 2 cm großzügiger als berechnet; nachschneiden geht, nachwachsen nicht.
- Gefaltet statt gerollt. Meterware kommt häufig gefaltet an – laut einer Rezension zu einem Wachstuch im Vergleich verziehen sich die Knickfalten binnen weniger Tage von selbst.
Für Textildecken gilt das nicht: Ohne genähten Saum franst gewebter Stoff an der Schnittkante aus.
Mitteldecke statt Tischdecke
Nicht jeder Tisch soll ganz verschwinden. Eine Mitteldecke bedeckt nur die Fläche in der Mitte und lässt die Tischplatte an den Rändern sichtbar – sinnvoll bei einer Holzplatte, die man zeigen möchte, und bei Tischen, an denen ständig jemand sitzt.
Übliche Maße sind 85 × 85 cm oder 100 × 100 cm für eckige Tische und Ø 90 cm für runde. Eine Formel gibt es hier nicht: Die Mitteldecke soll deutlich kleiner sein als die Platte, ein Drittel bis die Hälfte der Fläche ist ein guter Anhalt. Wer nur die Tischmitte schützen will, ohne den Tisch zu decken, nimmt stattdessen einen Tischläufer.
Passende Decken aus unserem Vergleich
Welche Maße und Formen wir uns angesehen haben, steht im Tischdecken-Vergleich. Diese drei Einträge decken die drei Formen ab:
eckig
ZOLLNER Tischdecke 140 × 240 cm
100 % Baumwolle mit glänzender Atlaskante, waschbar bis 95 °C und nach OEKO-TEX Standard 100 zertifiziert – die Maße gelten nach der ersten Wäsche.
rund
DecoHomeTextil Gastro Edition Tischdecke Ø 160 cm
Rund in Ø 160 cm, nur in Weiß und dieser einen Größe – 100 % Baumwolle, kochfest bis 95 °C, laut Hersteller für Gastronomie ausgelegt.
oval
Wien Home Tischdecke oval 160 × 220 cm
Oval, 160 × 220 cm, nur in dieser einen Größe und Farbe – 100 % Polyester mit Leinenoptik, OEKO-TEX-zertifiziert, laut Rezensionen fleckenunempfindlich.
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